Nicht zu wenig gekauft – sondern das gleiche Risiko verdoppelt

Viele Anleger kennen diese Situation:

Sie halten Aktien, ETFs, Fonds und vielleicht etwas Gold im Depot.

In ruhigen Zeiten wirkt das gut diversifiziert und das Risikomanagement solide.

Doch bricht der Markt ein, fällt alles gleichzeitig.

Sie blicken ins Depot und fragen sich:

„Habe ich nicht diversifiziert? Warum bricht alles ein?“

Die Antwort ist einfach, aber bitter:

Ihre Anlagen tragen im Kern genau dasselbe Risiko.


Korrelation: Der verdrängte Schlüssel zu echter Diversifikation

Um zu beurteilen, ob ein Portfolio echt diversifiziert ist, muss man einen Begriff verstehen: Korrelation.

Korrelation beschreibt, wie synchron sich die Preise zweier Vermögenswerte bewegen.

Wir drücken dies mit einer Zahl zwischen 1 und -1 aus:

Korrelation nahe

1
Synchrone Bewegung; geringe Streuung
Korrelation nahe

0

Unabhängige Bewegung; ideale Streuung

Korrelation nahe

-1

Gegenläufige Bewegung; schwer haltbar
Nehmen wir ein typisches Beispiel:

US-Aktienindizes und globale Aktien-ETFs weisen meist eine Korrelation von über 0,9 auf.

Auf dem Papier sind es zwei Produkte, faktisch tragen Sie jedoch fast dasselbe Marktrisiko.

Das ist keine Diversifikation – Sie zahlen bloß doppelt für dasselbe Risiko.


Ihre Anlagen sind stärker korreliert als Sie denken

Blickt man auf die beliebtesten Anlageklassen privater Anleger, zeigt sich eine unbequeme Wahrheit:

Aktien, Aktien-ETFs und Aktienfonds – sie alle basieren auf demselben Fundament: Aktien.

Egal wie das Produkt heißt: Erträge hängen von Unternehmensgewinnen und Marktbewertungen ab.

Tritt ein systemisches Risiko ein, fallen diese Werte im Gleichschritt.

Anleihen weisen meist eine geringere Korrelation zu Aktien auf,

doch in bestimmten Phasen (wie bei hoher Inflation oder raschen Zinserhöhungen)

können Aktien und Anleihen gleichzeitig einbrechen.

Gold weist zwar eine geringe Korrelation auf und gilt als sicherer Hafen,

erwirtschaftet aber keinen Cashflow, weshalb die langfristige Rendite begrenzt bleibt.

Mit anderen Worten: Die meisten Portfolios wirken zwar vielseitig,

bleiben aber stark in einem einzigen Korb konzentriert: „Aktienmarktrisiko“.

Deshalb fällt bei einem Marktcrash Ihr gesamtes Depot auf einmal.


Echte Diversifikation: Unkorrelierte Bausteine finden

Echte Diversifikation erfordert Vermögenswerte, die sich ungelenkt von Ihren Beständen bewegen.

Es geht nicht darum, irgendein neues Produkt zu kaufen, sondern Anlagen mit ausreichend niedriger Korrelation zu wählen.

Verläuft die Preisentwicklung einer Strategie nahezu unabhängig von Aktienmärkten,

erfüllt sie die Voraussetzung zur echten Risikostreuung.

Quantitatives Trading im Forex-Bereich erfüllt genau diesen Zweck.

Stellen Sie es sich als automatisiertes Handelssystem mit festen Regeln vor.

Es steigt nach vordefinierter Logik automatisch ein und aus –

Sie müssen weder Kurse beobachten noch den Markt timen.

Sie entscheiden lediglich, ob Sie es Ihrem Depot beimischen.

Warum laufen diese Strategien nicht synchron zu Aktien? Aufgrund grundlegender Unterschiede:

1. Unterschiedliche Renditequellen

Aktienrenditen entstehen durch Unternehmenswachstum;

Quant-Strategien nutzen kurzfristige, regelmäßige Preisschwankungen am Markt.

Sie benötigen keinen Bullenmarkt, um Gewinne zu erzielen.

2. Nahezu null Korrelation zu traditionellen Werten

Historische Daten unserer Quant-Strategien zeigen,

dass ihre Korrelation zu Aktien und Gold nahe 0 liegt.

Ihre Entwicklung verläuft somit weitgehend unabhängig vom Aktienmarkt.

Das bedeutet nicht, dass Quant-Strategien frei von Verlusten sind.

Ihr wahrer Wert liegt darin:

Wenn sie Verluste erleiden, geschieht dies meist aus völlig anderen Gründen als bei Ihren Aktien.


Sinn von Diversifikation: Entkopplung der Risikoursachen

Diversifikation wird oft missverstanden als „jeder Wert bringt Gewinn“ oder „niemals Verluste machen“.

Das kann keine Strategie leisten.

Das eigentliche Ziel der Diversifikation besteht darin, dass Ihr Gesamtdepot

durch den Kollaps eines einzelnen Marktes keinen fatalen Schaden nimmt.

Wenn der Aktienmarkt einbricht,

könnten Ihre Anleihen stabil bleiben, Gold steigen und Quant-Strategien unberührt bleiben –

keins dieser Szenarien ist garantiert, aber entscheidend ist:

Ihr Vermögen hängt nicht an einem einzigen seidenen Faden.

Der Wert von Diversifikation zeigt sich nicht in Maximalgewinnen an guten Tagen,

sondern darin, dass Sie an schlechten Tagen nicht alles verlieren.


Beimischung korrelationsarmer Strategien senkt das Gesamtrisiko

Wer Korrelation versteht, muss im nächsten Schritt handeln.

Ergänzend zur bestehenden Aufteilung in Aktien, Anleihen und Gold

können Sie einen Teil des Kapitals in korrelationsarme Quant-Strategien investieren.

Die Höhe hängt von Ihrer Risikotoleranz, Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Schwankungsbereitschaft ab.

Der entscheidende Umdenkprozess findet bei der nächsten Depotprüfung statt:

Fragen Sie nicht mehr nur: „Habe ich genug gekauft?“, sondern fragen Sie sich:

„Sind die Risikoursachen meiner Anlagen wirklich verschieden?“


Fazit: Diversifikation heißt nicht mehr kaufen, sondern anders kaufen

Zehn verschiedene Aktien zu kaufen ist keine Diversifikation. Ein ETF auf Aktien ebenfalls nicht.

Echte Diversifikation entsteht durch die Kombination unkorrelierter Anlagen.

Sie wird Ihr Portfolio nicht ununterbrochen steigen lassen und nicht jeden Rücksetzer verhindern,

aber sie verhindert, dass Ihr gesamtes Vermögen am Schicksal eines einzigen Marktes hängt.

Beim Investieren geht es nie darum, das eine Produkt zu finden, das niemals fällt –

sondern darum, ein Portfolio zu bauen, das standhält, wenn einzelne Teile fallen.

Wählen Sie Ihre Strategie-Allokation

Für Anleger mit optimistischer Haltung zu Gold, hoher Toleranz für Schwankungen und Fokus auf starkes Wachstum.
Für Anleger, die eine stabile Wertentwicklung, kontrollierte Volatilität und stetiges Wachstum bevorzugen.
Für Anleger, die eine zyklusübergreifende Allokation suchen und Risiko mit Wachstum ausbalancieren.